Die wirtschaftliche Sammelwut
Es ist ja nicht so, dass wir (nur) gegen unseren Willen überwacht und ausspioniert werden. So nutzt ein Großteil der Bevölkerung die diversen Payback- und Clubkarten, in der Hoffnung, so manches Schnäppchen damit zu machen. Dass diese Karten lediglich der Kundenanalyse dienen, mag bei den Käufern vielleicht im Hinterkopf stecken, aber offensichtlich hält es sie nicht davon ab, die Schnüffelei zu unterstützen.
Empfehlenswert übrigens die Reportage "Wer hat meine Daten" von Erich Schütz und Detlev Koßmann, die hin und wieder in der ARD zu sehen ist.
Aber auch im Netz stoßen wir immer wieder auf Versuche der Industrie, Informationen über uns und unser Kaufverhalten zu sammeln. Surfe doch mal ein wenig (mit akzeptierten Cookies im Browser, gewöhnlich die Defaulteinstellung) auf der Seite eines großen internationalen Buchhandelsriesen. Du wirst überrascht sein, welche Vorschläge du nach und nach erhältst, nach dem Motto "dieses Buch könnte Sie interessieren". Dienst am Kunden? Mag auch sein, aber in erster Linie Datenanalyse. Natürlich kann der Kunde die Cookies ausschalten - aber dazu muss er erst mal wissen, was es mit diesen Keksen auf sich hat.
Auch der ganze Socialising-Hype - der gemeinsame Zugriff auf Bookmarks, Feeds und mehr - birgt nicht nur Annehmlichkeiten. Generell sollte man sich überlegen, wer hinter den diversen Angeboten steckt - und was derjenige wirklich mit den Daten vor hat.
Falls du hier nicht fündig wirst: Websuche mit Ixquick




