Instant Messaging - Die Clients
Zum "Chatten" braucht man natürlich auch entsprechende Clients, also Programme. Natürlich wollen die Firmen der proprietären Protokolle, dass man (ausschließlich) deren Clients nutzt. Diese unterstützen mitunter neben der "Chatterei" noch weitere Dienste wie z.B. Onlinespiele, außerdem wird - zumindest bei ICQ[TM] - das Protokoll auch immer wieder verändert, damit User anderer Clients (zumindest kurzfristig) ausgesperrt werden. Die Kommunikation mit Usern anderer Protokolle ist nur bedingt möglich, aber das liegt ja auch im Interesse der Firmen.
Alternativen sind die sogenannten Multi-Messenger. Die bekanntesten dürften wohl Trillian [TM] und die OpenSource-Clients Gaim Pidgin und Miranda sein. Diese Clients unterstützen alle gängigen Protokolle, auch das freie Protokoll Jabber. Ein reiner Jabber-Client hingegen ist Psi - dessen Hauptvorteil liegt darin, dass man via GPG verschlüsselt jabbern kann. Natürlich kann man - abhängig vom Server - auch über die Transports mit anderen Protokollen kommunizieren.
Ich habe längere Zeit aus o.g. Gründen Psi genutzt, arbeite zur Zeit aber mit Miranda und der OTR-Verschlüsselung.
Portable Clients
Einige der oben genannten Clients legen ihre User- und Profildaten irgendwo auf der Festplatte ab - schön einsichtig für jedermann, die Historie mitunter sogar im Klartext. So etwas erwarte ich bestenfalls von einem Schnüffeltool, nicht jedoch von Clients, die Wert auf sichere Kommunikation legen! Die Begründung der Entwickler, dass eine Verschlüsselung der Daten auf dem PC allein Sache des Betriebssystems sei, kann und mag ich nicht nachvollziehen. Glücklicherweise gibt es zumindest für die bekanntesten Clients Miranda, Gaim Pidgin, Psi und Trillian[TM] portable Versionen, die die Userdaten im Programmverzeichnis ablegen. So kann man die Programme inkl. der Daten in einem Container aufbewahren, und - netter Nebeneffekt - außerdem auch unterwegs über einen USB-Stick "chatten".
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